Wir dachten, wir sind im Paradies. Ein nettes Hotel, nur zehn Schritte zum Strand, dort Palmen, weißer Sand. Lange hatten wir uns nicht entscheiden können, zu welchem Strand wir fahren sollten. An der Busstation in Liberia ließen wir die Ticketverkäuferin entscheiden. Sie schickte uns nach Playa Sámara.
Ich holte meine Badesachen aus der Reisetasche. Aus den Boxen des Surf-Verleihs neben unserem Hotel drang ins Hotelzimmer “Buffalo Soldier” von Bob Marley herüber. Ich legte mich an den Strand, während ich den Klängen von “No woman no cry” und “Exodus” lauschte. Ich ging zum Wasser vor, nun verfolgte mich “Could You be Loved”, das jemand in einer Strandbar in den CD-Player gelegt hatte. Auf dem Weg zum Abendessen kamen wir an Ständen vorbei, die Bob-Marley-Badetücher, Bob-Marley-CDs und Bob-Marley-Strandtaschen verkauften, während Bob Marley aus ihren tragbaren Rekordern sang. Im Restaurant lief keine Musik, in der Bierkneipe Bob Marley. Mal wieder “Buffalo Soldier”, mal wieder “Could You be Loved” und dann “Redemption Song”. Ich konnte nicht mehr verstehen, warum ich dieses Lied daheim manchmal auf Repeat gehört hatte.


Ich habe Bob Marley schon gehasst bevor ich auf Jamaica in Urlaub war:-)
Der andi vom http://derspeicherplatz.de
Ach, in Sámara einfach in den Ultraleichtflieger (zum Beispiel bei den Flying Crocodiles) steigen und allen Klängen für eine halbe Stunde entfliehen.