Erleuchtung finden!


Die vierte Ausgabe von Humanglobaler Zufall ist auf dem Weg zu den Kiosken! Am 1. Dezember können sie Erleuchtung finden, und das obwohl das Cover komplett schwarz ist. Doch legen Sie ihre Hand darauf, wird die dunkle Thermo-Macht weichen und das eigentliche Cover-Foto freigeben. Zusammen mit Goldschnitt und dem bewährten roten Faden kann es durchaus sein, dass das Heft dann ein Heiligenschein umgibt, aber dafür kann ich nicht garantieren. Jedoch für den neuen roten Faden, der uns zwar immer noch nicht nach Australien geführt hat (Der einzige Kontinent neben der Antarktis, auf dem Humanglobaler Zufall noch nicht war). Aber zumindest geht es auf das pazifische Inselparadies Samoa. Von einem Elektroingenieur aus Hanoi, über eine Architektin in Ruanda, die das wohl geschichtsträchtigste Hotel der Welt, das Hotel des Mille Collines, renoviert (Bekannt durch das Schicksal von etwa 1000 Flüchtlingen, die vor 14 Jahren Zuflucht vor dem Genozid gefunden haben). Von Samoa geht es dann in die Golanhöhen, weiter in die zauberhafte Natur des indischen Bundesstaates Sikkim am Fuße des Himalajas bis ins mafiagebeutelte Bulgarien nach Sofia. Wie immer können Sie Humanglobaler Zufall auch portofrei über die Webseite bestellen. Ich wünsche viel Spaß, es lebe der Zufall!

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Roi, Israel

Roi will darüber nicht nachdenken. Nicht jetzt und auch nicht später. Klar, das alles hier könnte ihm genommen werden, aber dagegen könnte er sowieso nichts machen.
Roi Keinan steht auf einem Felsenvorsprung in den Golanhöhen. Er blickt in einen Abgrund, 30 Meter tief, unten pechschwarzes Wasser. Jetzt muss er aufpassen, dass alle sicher unten ankommen. Da denkt er nicht darüber nach, ob Israel dieses 1967 besetzte Gebiet wieder an Syrien zurückgeben muss, auch, wenn er hier so gerne ist. Für Politik ist gerade kein Platz an diesem Ort, der so politisch ist. Seit Jahren versucht Roi, einen großen Bogen um die israelische Nachrichtenlage zu machen. Er will keine Schlagzeilen lesen, er will keine hören und er will sie nicht sehen. Nicht, weil sie ihm egal sind, sondern einfach, weil sich sein Leben ohne sie leichter lebt. „Alles, was darin gesagt wird, ist negativ – das will ich nicht mehr wissen.“ Augen zu und durch. Roi lebt am liebsten weit weg von allem. Der 36-Jährige ist da zu Hause, wo keine Häuser stehen, wo die Welt ist, wie sie war, bevor die Zivilisation kam – und mir ihr die Politik und die Probleme. Dort verdient er sein Geld, dort verbringt er seine Zeit. Er führt Menschen durch die Berge und Wüsten Israels und zeigt ihnen, wie schön das Land ist, wenn man es genießt, statt darüber nachzudenken. Denn Roi, der gemeinsam mit Christof durch Asien gefahren ist, ist Trekking-Guide in Israel. Doch vor den politischen Problemen kann er sich nicht absichern, da hilft auch kein noch so ausgefeilter Knoten beim Abseilen… Geschichte 4, Humanglobaler Zufall Volume 4.