Roi, Israel

Roi die Eidechse

Autorin Svenja Kleinschmidt berichtet aus Israel:

Der Zufall wollte es eben so. Ich war auf meinem Weg nach Israel, wo ich ein halbes Jahr leben werde, als der Humanglobale Faden zu Roi führte. Der Trip mit ihm durch die Golanhöhen versprach einen netten ersten Blick auf das Land. Doch zuerst war ich mehr als verängstigt, als Roi erzählte, was mich auf der Klettertour alles erwarten würde: wir springen von fünf Meter hohen Felsen und seilen uns ein paar steile Abhänge an Wasserfällen herunter. Wir schwimmen mit unserer Kleidung durch natürliche Pools und werden die meiste Zeit klitschnass unterwegs sein. Fünf Stunden wird die Tour etwa dauern, eventuell auch mehr. dsc00712.jpgdsc00721.jpg
Okay… Gerade hatte ich mir die ersten Wanderschuhe meines Lebens gekauft, mehr als ein Spaziergang zu einer Hütte in den Alpen war bei mir bisher nicht drin. Völlig untrainiert und unerfahren auf einen Trip für Fortgeschrittene? Auch Roi hatte zwischendurch ein bisschen Sorge, wie er mir im Nachhinein erzählte. Vorher klopfte er allerdings wie immer seine Sprüche: „Kein Problem, Heidi, da bekommen wir dich schon durch!“ Durch ist dabei ein durchaus angemessenes Wort, denn Roi erklärte mir: „Sind wir erstmal auf dem Pfad, gibt es keinen Weg mehr zurück, wir klettern so tief und springen solche Felsen herunter, dass es nur online casino dann nur noch vorwärts geht. Die Strecke musst du dann aushalten.“
Aushalten musste die Tour vor allem auch das Kamera-Equipment vom Fotografen Dan. Auch er zerbrach sich im Vorfeld den Kopf: wie soll man eine 5000 Euro teure Ausrüstung trocken durch Wasserfälle und Pools bekommen? Roi, Dan und ich hielten unzählige Telefonkonferenzen ab, zwischendurch sah es immer wieder so aus, als fielen die Fotos sprichwörtlich ins Wasser. Am Ende bastelten Dan und Roi aus „Dry-Bags“ und Tupperdosen wasserdichte Köfferchen für die Kameras. Auf Luftmatratzen wurden sie während der Tour wacklig über das Wasser bugsiert – immer unter den angsterfüllten Augen von Dan.
Angsterfüllt waren auch meine Augen, als ich mich das erste mal in den 30 Meter tiefen Abgrund seilen sollte. „Lehn Dich einfach zurück“, sagte mir Roi. „Nein. Im Leben nicht“, sagte ich. „Ok, dann kannst du hier in den Golanhöhen ja Einsiedlerin werden. Ich komm dich auch manchmal besuchen und bring dir ein Sandwich vorbei“, sagte Roi und grinste. Und dann lehnte ich mich eben mit meinem Rücken ins Nichts…
Wie die Tour weitergeht und warum Roi eigentlich eine Eidechse sein will – lesen Sie im Humanglobalen Zufall Volume 4!

Kommentar schreiben