Leser-Zufälle

Malte und der afghanisch-hamburgische Pizzafahrer

Malte Fähnders, der in der ersten Ausgabe von Humanglobaler Zufall über seine Arbeit als Entwicklungshelfer in Ecuador erzählt, war einst in Afghanistan. Wen er dort ganz unverhofft in einem kleinen Dorf traf: Unglaublich!

Ich bin mit den Grünhelmen als Projektleiter 2004 und 2005 im afghanischen Örtchen Qarabagh gewesen. Zunächst habe ich den Bau einer Klinik begonnen und später einen Workshop im Holzhandwerk geleitet. Mit den Jugendlichen aus dem Kurs habe ich unter anderem auch Mobiliar für die Klinik hergestellt. Damals lud uns der Bürgermeisters von Qarabagh, Mohammad Taher, zu einem Gespräch ein.
Es war meine erste Woche in Afghanistan und ich bin dementsprechend beeindruckt von der Runde gewesen. Es waren fast zwanzig Männer da, alle saßen auf Matten an den Wänden verteilt und schauten uns an. Alle Eintretenden waren sehr höflich, laut redete immer nur einer, andere nbso online casino reviews ließen ihn aussprechen, und erst wenn klar
war, dass der Sprechende fertig gesprochen hatte, sprach ein anderer.
Mein Blick ging zögernd in die Runde, alle Männer trugen Turbane und lange Bärte – bis auf einen. Ich lächelte ihn an, er grinste auch prompt zurück - und grüßte auf Deutsch. Das fand ich natürlich spannend. Er  erzählte, er hätte lange in Deutschland gewohnt, und zwar in Hamburg. Als ich wiederum erzählte, dass ich dort immer noch wohne, fragte er, in welcher Strasse, und kannte dann die Holländische Reihe im Stadtteil Ottensen und sogar das Haus neben dem Supermarkt, weil er dort Pizza
ausgefahren hatte! Wir waren uns nicht sicher, ob er auch mir mal eine Pizza geliefert hat, aber einem meiner Nachbarn schon, denn er kannte das Haus in dem meine Wohnung ist.

Später erzählte der Pizzafahrer, er wäre nun als Händler viel unterwegs. In Qarabagh wohnte
seine Familie, die er dort besuchte.

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