The Making of

Hier bloggt die Aushilfe

Anruf am Montag morgen, Dennis am Apparat „Moooin, hast Du Zeit und Bock, bei mir ne Woche auszuhelfen und die zeitraubenden Kleinarbeiten zu erledigen… ab morgen?!?“ „Klar, warum nicht… hab eigentlich keine Zeit, weil ich meine Masterarbeit schreibe… aber die Zeit nehme ich mir dann einfach mal“ und nicht mal 24 Stunden später, sehe ich mich im 6ten Stock des Axel Springer Hauses sitzen, Schreibtisch an Schreibtisch mit dem Herrn Global Editor, den ich sonst eher als Kneipensportler kenne. Kickern und Arbeiten weisen aber Parallelen aus… der eine hat den undankbaren Job, die gegnerischen Bälle zu halten, während der andere durch versenken der Bälle brilliert und das Team zum Sieg verhelfen kann. Beim Kickern bin ich derjenige der hinten spielt und so ist es natürlich auch in dem Heimstadion … entschuldigung, Büro von Dennis auch. Die Rolle gefällt mir und werde also eine Woche lang versuchen, die Bälle nach vorne in den Lauf zu spielen. Es ist eigentlich Büroarbeit wie überall anders auch… okay, die Leute sind ein wenig schicker und die Kaffeeflatrate wird durch zusätzliches Obstangebot und einen gefüllten Kühlschrank aufgehübscht…. Dennoch gibt es weitere kleine aber feine Details, die zeigen, dies is mehr als ein schnöder Job zum Geldverdienen. Während in einem Ingenieurbüro die Superhits der 80er und 90er den Tag rauf und runtergedudelt werden und wenn man es noch nicht durch jahrelange Abhärtung gewohnt ist, sich die Frage stellt, ob das nicht in Ohrkrebs endet… nein, in der kleinen Oase im Springer Haus ist es nicht unüblich, dass der Fuß zu Pennywise wippt oder die Arbeit auf den Wellen zu dubby Sounds locker leichtfüßich von der Hand geht… es ist aber auch einfach nicht genügend Zeit da, um sich über schlechte Musik oder schlechten Kaffee aufzuregen… Der Global Editor ist immer in Action und man sieht, dass der ehemalige Kneipensportkollege auch am Schreibtisch eine gute Figur macht…. Mit dem selben Elan, mit dem selben Grinsen und der selben Souveränität wie in so mancher Spelunke… und man sieht die selben Gesichtsausdrücke, wenn Leute kommen und sich über ein schönes Spiel am (Schreib-)tisch gefreut haben oder wenn sie mal wieder souverän und entspannt ausgetänzelt wurden und mit gesenkten Kopf vom Tisch gehen müssen. So wünscht sich jede Sekretärin einen Chef, der die Bälle nicht vertendelt und jeder Torwart einen Stürmer, der die Spiele souverän nach Hause bringt! Herr Global Editor, rufen sich mich immer wieder an, wenn der Kasten saubergehalten werden muss… es war mir eine Freude !

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