Vier Tage bevor es nach Paris zu Paul gehen soll, klingelt der alarmrote Apparat. Das humanglobale Hauptquartier meldet: Planänderung. Wie wäre es mit Tiflis statt Paris? Kurz gefreut, schnell ein biometrisches Wunderwerk besorgt, dazu ein Buch über Georgien und los. Tiflis. Der Flieger landet morgens um vier und damit hat die Stadt schon gewonnen. Klar, jede Stadt hat tiefnachts ihren Zauber.
Menschenleere, Stille, Melancholie, sowas. Aber Tiflis hat dieses Leuchten. Man merkt es schon bei der Fahrt vom Flughafen über den George-W.-Bush-Highway, der pünktlich zum letzten Bush-Besuch gebaut wurde, damit seine SUVs auch flott ins Stadtzentrum kommen. Die Lampen an den Brücken überstrahlen den Asphalt mit grellem Neonlicht. Erste Brücke grün. Zweite Brücke blau. Dann gelb. Dazu der irrwitzig blinkende, lichtzuckende, pulsierende TV-Turm der eigentlich Leuchtturm heißen sollte. Und die Brunnen, die so grell strahlen als gehörten sie zur Vorhut einer bevorstehenden UFO-Invasion. Im Hotel dann schnell Vorhänge zu, Licht aus. Schlafen.
Alles weitere aus Tiflis (und auch die Erklärung für das Lichtspektakel) bitte nachlesen - in Humanglobaler Zufall Volume 2.


Die Berichterstattung in den westlichen Medien riecht nach purer Propaganda… Ein sehr gefährlicher Konflikt!!!
Ein sehr interessantes Heft. Seit langem habe ich in einer Zeitschrift mal wieder alle Artikel gelesen.
Gerade zu diesem Artikel über Falk Spörrie würde mich ein Nachtrag sehr interessieren. Wie hat sich wohl der kurze aber heftige Krieg in Georgien auf die dargestellten “Projektorganisatoren” ausgewirkt? Sind die wohlmöglich bereits weitergezogen, weil es im Moment keinen Bedarf für Luxushotels und Luxusshops in Georgien gibt?