Erleuchtung finden!


Die vierte Ausgabe von Humanglobaler Zufall ist auf dem Weg zu den Kiosken! Am 1. Dezember können sie Erleuchtung finden, und das obwohl das Cover komplett schwarz ist. Doch legen Sie ihre Hand darauf, wird die dunkle Thermo-Macht weichen und das eigentliche Cover-Foto freigeben. Zusammen mit Goldschnitt und dem bewährten roten Faden kann es durchaus sein, dass das Heft dann ein Heiligenschein umgibt, aber dafür kann ich nicht garantieren. Jedoch für den neuen roten Faden, der uns zwar immer noch nicht nach Australien geführt hat (Der einzige Kontinent neben der Antarktis, auf dem Humanglobaler Zufall noch nicht war). Aber zumindest geht es auf das pazifische Inselparadies Samoa. Von einem Elektroingenieur aus Hanoi, über eine Architektin in Ruanda, die das wohl geschichtsträchtigste Hotel der Welt, das Hotel des Mille Collines, renoviert (Bekannt durch das Schicksal von etwa 1000 Flüchtlingen, die vor 14 Jahren Zuflucht vor dem Genozid gefunden haben). Von Samoa geht es dann in die Golanhöhen, weiter in die zauberhafte Natur des indischen Bundesstaates Sikkim am Fuße des Himalajas bis ins mafiagebeutelte Bulgarien nach Sofia. Wie immer können Sie Humanglobaler Zufall auch portofrei über die Webseite bestellen. Ich wünsche viel Spaß, es lebe der Zufall!

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Christof, Samoa

Am Rande von Münster steht eines der schäbigsten Studentenwohnheime Deutschlands. Dort, wo sich Provinz und Kleinbürgertum die Hand geben und genervte Studenten am frühen Morgen mit Wasserpistolen auf lärmende Fasane schießen, hat Christof Langguth gelebt, in einem Neun-Quadratmeter-Zimmer, mit Gemeinschaftsduschen, deren Vorhänge schimmeln, und einer von Mäusen heimgesuchten Küche, in der Studenten aus Afrika, Asien und Europa ihr Süppchen kochen. Hier hat sich Christof infiziert. Mit einem Virus namens Fernweh. Das Virus tobte sich aus, trieb Christof in die Welt, immer weiter weg und führte den 31-Jährigen nun nach Upolu, der Hauptinsel Samoas, einem Inselparadies im Pazifik, kleiner als London, noch irgendwo hinter den Fidschi-Inseln gelegen und 20000 Kilometer von der Heimat entfernt – von einem Ende der Welt ans andere. Aber an ein schönes.
Hört sich paradiesisch an? Ist es aber nur auf den ersten Blick. Denn Samoa ist abhängig von Hilfe aus dem Ausland. Christof, den Nathalie während einer Schwangerschaftsvertretung in Kigali kennen lernte, fängt beim Grundsätzlichen an und sorgt als Wasserbauingenieur erst einmal für sauberes Trinkwasser. Siehe Geschichte drei, Humanglobaler Zufall Volume 4.