The Making Of

Wie wir den Zufall bändigen und schließlich auf die Seiten des Magazins bringen, können Sie hier bei The Making Of verfolgen. Zu Beginn, wenn das jeweilige Heft entsteht, versucht Dennis Buchmann von seinem Büro in Berlin aus die humanglobalen Zufällen in den Griff zu bekommen. Karten Online Stehen die Geschichten, geht es ab nach München ins Locht (halb Loft, halb Loch) von Mirko Borsche, wo das Layout entsteht. Und dazwischen gibt es immer wieder Anekdoten vom Feinsten …

Blogeinträge zu "The Making Of"

Wie gefällt´s?

hgzused.jpgLiebe Leser,

die vierte Ausgabe von Humanglobaler Zufall ist da! Diesmal mit Thermo-Cover! Wir haben keine Mühen gescheut, um einen würdigen Abgang hinzulegen. Denn die vierte Ausgabe wird auch erst nbso online casino reviews einmal die letzte sein. Ihre Aufschreie der Empörung können Sie hier loswerden. Oder hier. Schluchz!

Zum Goldenen Hund

In München ist das Wetter unfassbar gut. Goldener Oktober! Und goldener Humanglobaler Zufall. Denn Volume 4 kommt mit Goldschnitt. Und Thermo-Cover. Wer die Hand drauf legt, wird erleuchtet. Ab 1. Dezember können Sie es ausprobieren. Hoffentlich sind die Kioske nicht zu gut beheizt, denn ab 25 Grad Celsius weicht die Thermoschicht und online casino gibt das Coverbild frei.
Im Bureau Borsche geht es bei der Produktion angenehm gediegen zu, der Stress hält sich in Grenzen. Nur den Praktikanten hat es umgehauen. Er fühlt sich hundselend, nachdem er gestern beim Chinesen gegenüber gegessen hat. Dreimal musste er vomitieren in der Nacht…

Locht Aktuell

Es ist kurz nach ein Uhr nachts. Die Stimmung ist grenzwertig, Deutschland hat gegen Kroatien verloren, aber so schlecht wie wir gespielt haben: Das war doch nicht die Originalmannschaft, das waren  höchstens irgendwelche verwirrten Klone.  Die zweite Ausgabe muss morgen früh um acht im Repro-Studio sein, kein Problem, ist best online casino ja noch sieben Stunden Zeit…  Wir sind endorphinlose Bildschirm-Junkies, jedes falsche Wort kann zu einer schlimmen Schlägerei im Team führen. Ist aber bislang noch nicht passiert. Bier macht ruhig.

Nachrichten aus dem Locht

Es ist kurz vor sechs, aber das EM-Spiel Russland gegen Schweden ist zum Glück nicht sooo spannend, deshalb läuft die Leinwand nur lochtteam.jpgnebenbei. Alle arbeiten fleissig davidlocht.jpgan Volume 2 von Humanglobaler Zufall, damit zumindest Donnerstag Zeit für das Deutschland-Spiel nbso online casino reviews ist. Aber wie gesagt, es geht hier nicht um Fußball sondern um den roten Faden. Und der muss Freitag in die Druckerei, ist aber so gut wie gebändigt. Es geht von Sapporo über Paris nach Sao Paulo und weiter nach Bern über Tiflis nach Shanghai. Die Strecken, die gerade gelayoutet werden, sind vom Feinsten, den Autoren, Fotografen und Bureau Borsche sei Dank!

PS: Die Chefs haben sich die Mittagspause verkniffen und sind nun Essen gegangen. Dass in dem RestaurantRussland-Schweden läuft, ist Zufall

Geburtstags-Party

Am Dienstag hat das Team von Humanglobaler Zufall sein Baby gefeiert. Warum der Blog dazu erst heute, zwei Tage online casino später, online ist? Weil die Party so gut war, siehe Fotos im Making Of Album…Geburtstags-Party

Patzer

Testleser haben ihn entdeckt: Den Fehler im ersten Heft. Eigentlich ist es mehr eine Unterschlagung denn ein Fehler. Denn wir haben vergessen, die Verbindung von der fünften zur sechsten Geschichte, von Kanada nach Baden-Baden, von Victor Salguero zu Julie Bächle-Picard zu verdeutlichen. Entschuldigung! und hier die Auflösung: Victor schrieb sich nach jahrelangem “soul-searching”, der Suche nach Fragen wie “Was bin ich?” und “Wo will ich hin?”, casino online mit Anfang Dreißig an der McGill Universität in Montréal zu einem zweiten Studium ein, im Fach Lebensmitteltechnik. Dort wollte er auch seine kuturellen Wurzeln pflegen und engagierte sich im SALSA-Club der Uni. Und da traf er Julie Bächle-Picard, nicht zu verwechseln mit seiner heutigen Freundin, die auch Julie heißt. Mit Julie Bächle-Picard war Victor damals richtig dicke und ist es heute noch. Auf den Partys gab es damals eine feste Rollenverteilung: Victor trank Schnäpschen und Julie fuhr den Wagen. Wobei Victor Julie so gut bei Laune hielt, dass sie nicht in Gefahr geriet, einzuschlafen.

Finaler Stress

Puh!, in München ging es in der letzten Phase zur Produktion des ersten Heftes von Humanglobaler Zufall heiß her. Im Locht (Loch im Loft) von Mirko Borsche saßen wir zwei Wochen immer bis spät in die Nacht an den Seiten und schoben und korrigierten und schoben und korrigierten und warfen um und machten rückgängig. Jan-Eric Peters und Marc Thomas Spahl von der Axel-Springer-Akademie waren zusammen mit Verlagsleiter Oliver Graf nach München gekommen online casino um dem Baby auf die Welt zu helfen. Schwere Geburt, aber das ist ja beim ersten Mal meistens so. Mit Mirko und seinen Jungs David, Johannes und Paul ließ sich der Streß gut in Form von gagaeskem Humor kanalisieren. Fußball war auch immer ganz gut, ob im Loft und in echt, oder im Stadion und im Fernsehen. Bei Deutschland-Schweiz hatte ich 3:0 getippt und bis zur 89. Minute war ich ein reicher Mann, wir hatten alle 5 Euro in den Topf geworfen. Und dann noch dieses elendige 4. Tor. Naja, jedenfalls haben wir alle ordentlich geschwitzt, nicht nur beim Fußball und eins ist klar: Der Teufel steckt sowas von im Detail, das ist unglaublich…. Aber jetzt ist es geschafft und die zweite Geburt ist dann hoffentlich nicht mehr ganz so kompliziert…

Hier bloggt die Aushilfe

Anruf am Montag morgen, Dennis am Apparat „Moooin, hast Du Zeit und Bock, bei mir ne Woche auszuhelfen und die zeitraubenden Kleinarbeiten zu erledigen… ab morgen?!?“ „Klar, warum nicht… hab eigentlich keine Zeit, weil ich meine Masterarbeit schreibe… aber die Zeit nehme ich mir dann einfach mal“ und nicht mal 24 Stunden später, sehe ich mich im 6ten Stock des Axel Springer Hauses sitzen, Schreibtisch an Schreibtisch mit dem Herrn Global Editor, den ich sonst eher als Kneipensportler kenne. Kickern und Arbeiten weisen aber Parallelen aus… der eine hat den undankbaren Job, die gegnerischen Bälle zu halten, während der andere durch versenken der Bälle brilliert und das Team zum Sieg verhelfen kann. Beim Kickern bin ich derjenige der hinten spielt und so ist es natürlich auch in dem Heimstadion … entschuldigung, Büro von Dennis auch. Die Rolle gefällt mir und werde also eine Woche lang versuchen, die Bälle nach vorne in den Lauf zu spielen. Es ist eigentlich Büroarbeit wie überall anders auch… okay, die Leute sind ein wenig schicker und die Kaffeeflatrate wird durch zusätzliches Obstangebot und einen gefüllten Kühlschrank aufgehübscht…. Dennoch gibt es weitere kleine aber feine Details, die zeigen, dies is mehr als ein schnöder Job zum Geldverdienen. Während in einem Ingenieurbüro die Superhits der 80er und 90er den Tag rauf und runtergedudelt werden und wenn man es noch nicht durch jahrelange Abhärtung gewohnt ist, sich die Frage stellt, ob das nicht in Ohrkrebs endet… nein, in der kleinen Oase im Springer Haus ist es nicht unüblich, dass der Fuß zu Pennywise wippt oder die Arbeit auf den Wellen zu dubby Sounds locker leichtfüßich von der Hand geht… es ist aber auch einfach nicht genügend Zeit da, um sich über schlechte Musik oder schlechten Kaffee aufzuregen… Der Global Editor ist immer in Action und man sieht, dass der ehemalige Kneipensportkollege auch am Schreibtisch eine gute Figur macht…. Mit dem selben Elan, mit dem selben Grinsen und der selben Souveränität wie in so mancher Spelunke… und man sieht die selben Gesichtsausdrücke, wenn Leute kommen und sich über ein schönes Spiel am (Schreib-)tisch gefreut haben oder wenn sie mal wieder souverän und entspannt ausgetänzelt wurden und mit gesenkten Kopf vom Tisch gehen müssen. So wünscht sich jede Sekretärin einen Chef, der die Bälle nicht vertendelt und jeder Torwart einen Stürmer, der die Spiele souverän nach Hause bringt! Herr Global Editor, rufen sich mich immer wieder an, wenn der Kasten saubergehalten werden muss… es war mir eine Freude !

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Ich schreib nur wie es ist: Als ich mein Journalistenvisum beantragt habe, musste ich zum Konsulat in der Clayallee in Berlin. In den imposanten Zaun war ein Kabuff eingebaut, auf der einen Seite des Zaunes ging die Tür rein, Sicherheitscheck, auf der anderen Seite wieder raus und rein ins Konsulat.
Ich kam an und musste am Fuße der Treppe warten, bis ich hochgerufen wurde und der Sicherheitsmann die erste Tür per Summer öffnete. Weit kam ich nicht, denn ich hatte das Kleingedruckte überlesen und einen Rucksack dabei. “Verboten”, sagte der andere Sicherheitsmann, der eine Frau war. “OK, dann lass ich den so lange hier liegen?” Na, also, das geht ja sowas von gar nicht, “big brother is watching you, me and my job”, sagte die Frau und zeigte auf allerlei Kameras. “Aber lassen sie mich ihnen einen Tip geben: an der Currywurstbude an der U-Bahnstation könnte ich den Rucksack vielleicht abgeben”.

Die Die Curry-Wurst-Frau war knorke, wusste natürlich sofort um was es ging, schließlich war ich nicht der erste Taschen-Verpeiler.
Zurück am Check wird meine Jacke gescannt. “Ach, ein mp3-Player?” Nein, also das geht auch nicht. Im Hintergrund sehe ich kleine Schließfächer, geradezu gemacht für kleine mp3-Player. “Nein, das geht wirklich nicht, da verliere ich meinen Job.” Gut, dann geh ich kurz raus und schmeiss den mp3-Player ins Gebüsch und hol ihn nachher wieder da raus, zur U-Bahn-Station ist´s ja schon ein bisschen weit. “Tja, wenn sie Lust haben, dass ein Bombenräumkommando kommt und den mp3-Player entschärft… Das kostet einige tausend Euro, so ein Bombenräumkommando…” Also bin ich noch einmal zur Currywurstbude gelaufen.

Als ich drin war, habe ich den Dokumenten Pre-Check bestanden und konnte bald zum Dokumenten-Eigentlich-Check. Dann wurden mir alle zehn Fingerabdrücke genommen, die Frau an dem Lesegerät war begeistert: “Wow! sehr schöne Fingerabdrücke, wirklich toll!” Das alles passierte in einem Raum, ähnlich wie beim Amt, viele Wartestühle und fünf Schalter. Erster Schalter Dokumenten-Check, zweiter Schalter Finger-Check. Ich setzte mich wieder hin und wurde nach wenigen Minuten in diesem gleichen Raum zum dritten Schalter zum Interview gerufen. Dass ich beim Humanglobalen Zufall arbeite ließ der Interviewer durchgehen, aber wichtiger schien die Frage, ob ich wirklich ich bin. Und so wählte er per Zufallsgenerator einen Finger aus und checkte gegen, ob ich nicht in drei Minuten im gleichen Raum, in dem ich die best online casino Fingerabdrücke und meinen Pass abgegeben habe, unter 30 Augenpaaren und big brother meine Identität gewechselt habe. Habe ich nicht, ich hab das Visum bekommen. … weiterlesen

Aussergewöhnlich normal

Ich bin gerade in den USA, auf der AAAS-Konferenz in Boston, einer sehr grossen Tagung zur aktuellen Lage in der Wissenschaft. Dafür bedanke ich mich ganz unverblümt und herzlich bei der Robert-Bosch-Stiftung.

Die US-Amerikaner, im folgenden kurz Amis genannt, sind schon dufte Typen, allerdings sehr normal. Zumindest die auf der Konferenz hier. Sie sind so aussergewöhnlich normal, dass ein europäisches Gehirn bei Palavern gern mal in eine Art Lethargie verfällt, in eine Art Energiesparmodus. Inhaltlich ist zwar alles gut, aber charakterlich kommt nicht viel rüber, ausser Freundlichkeit und Nettigkeit und gutes Benehmen. Das lähmt etwas. Provokationen prallen nicht ab, sie werden in einem Pudding aus Freundlichkeit absorbiert. Aber wir sind hier ja auch nicht, um Freunde zu finden, sondern um Networking zu machen. Und das bedarf des Smalltalks, und in dieser Disziplin sind die Amis einfach unschlagbar. Auf den Konferenz-Partys schnacken sie beneidenswert hemmungslos wildfremde Leute an. Wie in einer brownschen Molekularbewegung treiben Sie so durch den Raum, prallen aneinander, reden kurz, tauschen Visitenkarten aus, treiben weiter, ganz unverbindlich. Dabei sind sie auf eine sehr professionelle Art und Weise normal. Ich schätze, das ist eine Buisiness-Normalität, die auch in anderen Ländern bei Meetings und Konferenzen vorherrscht. Also nix gegen die Amis. … weiterlesen