Süchtig nach Projekten - Falk Spörrie

Nach dem Zusammenbruch der Sowjet-Union gingen zehntausende Georgier gen Westen, um dort ihr Glück zu suchen. Der Schweizer Falk Spörrie hat es anders herum gemacht. Für ihn ist Georgien das Land der unbegrenzten Projekte. Ob ein Kühlhaus für amerikanische Hühnchen an der Schwarzmeerküste, eine Raffinerie für Schiffstreibstoffe, das Skigebiet Gudauri oder jetzt die Hotels. Hier in Georgien, dem Land, dessen Wirtschaft schneller wächst als die Indiens oder Chinas, hier hat die Goldgräberstimmung für Falk Spörrie nie aufgehört. All die Projekte sind Falks Lebensmotor – „ich lebe von einem zum nächsten“, sagt er. Welcher Mensch sich hinter den „Potentials“ und „Opportunities“ verbirgt, lesen sie in der fünften Geschichte von Humanglobaler Zufall Vol. 2.

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Georgien

Vier Tage bevor es nach Paris zu Paul gehen soll, klingelt der alarmrote Apparat. Das humanglobale Hauptquartier meldet: Planänderung. Wie wäre es mit Tiflis statt Paris? Kurz gefreut, schnell ein biometrisches Wunderwerk besorgt, dazu ein Buch über Georgien und los. Tiflis. Der Flieger landet morgens um vier und damit hat die Stadt schon gewonnen. Klar, jede Stadt hat tiefnachts ihren Zauber. pict0109x_web.jpg pict0073_web.jpgMenschenleere, Stille, Melancholie, sowas. Aber Tiflis hat dieses Leuchten. Man merkt es schon bei der Fahrt vom Flughafen über den George-W.-Bush-Highway, der pünktlich zum letzten Bush-Besuch gebaut wurde, damit seine SUVs auch flott ins Stadtzentrum kommen. Die Lampen an den Brücken überstrahlen den Asphalt mit grellem Neonlicht. Erste Brücke grün. Zweite Brücke blau. Dann gelb. Dazu der irrwitzig blinkende, lichtzuckende, pulsierende TV-Turm der eigentlich Leuchtturm heißen sollte. Und die Brunnen, die so grell strahlen als gehörten sie zur Vorhut einer bevorstehenden UFO-Invasion. Im Hotel dann schnell Vorhänge zu, Licht aus. Schlafen.

Alles weitere aus Tiflis (und auch die Erklärung für das Lichtspektakel) bitte nachlesen - in Humanglobaler Zufall Volume 2.