Wir haben sie endlich getroffen: Akemi Doto, die Hauptdarstellerin der ersten Reportage der nächsten Ausgabe von Humanglobaler Zufall. Akemi hat uns in einem kleinen, niedlichen Café empfangen. Sie ist 39 Jahre alt, global unterwegs, lustig, verliebt, hübsch, freundlich und eine Kennerin der Kunstszene Sapporos. Sie führt uns durch die Stadt, auch wenn es zwischendurch immer wieder mal regnet, obwohl es hier jetzt eigentlich gar nicht regnen soll.
Fernab der Recherche passieren erstaunliche Dinge: Unser Hotel lädt zu einem kostenlosen Sauna- und Schwimmbadbesuch ein, schreibt aber das Tragen von kuschelweichen Einheitsbademänteln (geschätzte Größe S) und Einheitsbadelatschen (gefühlte Schuhgröße 36) vor. Hoch gewachsene Kontinentaleuropäer geben in diesem Outfit eine eher komische Figur ab. Davon konnte ich mich im Spiegel überzeugen. Die Krönung sollte allerdings im Schwimmbad folgen: Badekappenpflicht. Kennen Sie das Erlebnis? – Sie steigen beim Bowling in ihre Leihschuhe und merken, dass diese noch feuchtwarm vom Vorgänger sind. Ähnliches kann einem mit Badekappen auch passieren. Zumindest in Sapporo.

