WELCOME TO ISRAEL heißt es in großen silbernen Lettern im Foyer des Flughafens. Der Humanglobale Zufall ist also nun in dem Land, das für (zu) viele Religionen viele heilige Orte aufweist. Doch Glaube schützt vor Kontrolle nicht. Und so geht es schon nach wenigen Sekunden auf israelischem Boden mit dem ersten Verhör los. Ich werde aus der Menge rausgefiltert, mein Pass wird erstmal konfisziert. Ich muss in einer Sitzecke warten, gemeinsam mit zwei anderen Personen, die nicht weniger gefährlich oder gruselig aussehen als ich. Man lässt mich warten. Fünf Minuten gehen ins Land (warum können Minuten eigentlich einfach so ins Land gehen, aber ich nicht?) Zehn Minuten. Fünfzehn Minuten.
Dann werde ich aufgefordert, an das Pult zweier Kontrolleure zu treten. Der eine hält meinen Pass in der Hand, schaut mich an und fragt: „Tobias?“ Ich sage: „Yes.“ Ich denke: Wer sonst, Du Knallkopf. Und dann geht es los: Was will ich hier? Und warum? Und wo genau? Und wen kenne ich? Und hat mir jemand etwas mit gegeben? Und wird mir jemand etwas mitgeben? Und so weiter und so fort. Vielleicht sollten sie einfach ein Buch auslegen, in das man rein schreibt. So wie früher in der Schule diese Meine-Freunde-Dinger. Lieblingspolitiker? Jassir Arafat. Mööp. Falsch. Mitkommen!!! … weiterlesen

