Tobias Romberg

Blogeinträge von Tobias Romberg

Israel: Kontrollen, Kartoffeln und Kalender

welcome-to-israel-klien.jpgWELCOME TO ISRAEL heißt es in großen silbernen Lettern im Foyer des Flughafens. Der Humanglobale Zufall ist also nun in dem Land, das für (zu) viele Religionen viele heilige Orte aufweist. Doch Glaube schützt vor Kontrolle nicht. Und so geht es schon nach wenigen Sekunden auf israelischem Boden mit dem ersten Verhör los. Ich werde aus der Menge rausgefiltert, mein Pass wird erstmal konfisziert. Ich muss in einer Sitzecke warten, gemeinsam mit zwei anderen Personen, die nicht weniger gefährlich oder gruselig aussehen als ich. Man lässt mich warten. Fünf Minuten gehen ins Land (warum können Minuten eigentlich einfach so ins Land gehen, aber ich nicht?) Zehn Minuten. Fünfzehn Minuten.

Dann werde ich aufgefordert, an das Pult zweier Kontrolleure zu treten. Der eine hält meinen Pass in der Hand, schaut mich an und fragt: „Tobias?“ Ich sage: „Yes.“ Ich denke: Wer sonst, Du Knallkopf. Und dann geht es los: Was will ich hier? Und warum? Und wo genau? Und wen kenne ich? Und hat mir jemand etwas mit gegeben? Und wird mir jemand etwas mitgeben? Und so weiter und so fort. Vielleicht sollten sie einfach ein Buch auslegen, in das man rein schreibt. So wie früher in der Schule diese Meine-Freunde-Dinger. Lieblingspolitiker? Jassir Arafat. Mööp. Falsch. Mitkommen!!! … weiterlesen

Bonjour ’Umanglobaler Zufall

eiffelturmklein.jpgVon Sapporo nach Paris. Von Akemi zu Paul, unserem Protagonisten für die nächste Reportage. Sapporo war überschaubar, naturverbunden, wenig touristisch. Paris ist eine dieser Touristenmetropolen. Schon am Flughafen winken Gesandte von irgendwelchen Reisebüros mit großen Schildern. Auf ihnen steht dann geschrieben „Mr. Shearer“ oder „Senor Casal“ oder „Herr Raufmann“.
Wer nicht in den Genuss des exquisiten Abholservices kommt, der muss vom Flughafen Charles de Gaulle mit dem Zug in die Innenstadt brettern, Fahrtzeit ungefähr 30 Minuten, und schon ist man am Gare du Nord, dem Bahnhof, den wohl viele aus dem Französisch-Schulbuch kennen. Was kennt man noch aus dem Schulbuch? Den Place de la Concorde. Richtig. Und Champs-Élysées. Genau. Und den Eiffelturm natürlich.
Dort tummeln sich die Leute, stehen in vier große Schlangen an und wollen einmal hoch auf den Turm. Einmal über Paris blicken, sehen, wie sich die Seine durch die Stadt schlängelt, wie die großen Prachtstraßen auf den Arc de Triumphe zulaufen. Und dann geht es auch schon wieder runter vom Turm. Der auf dem Foto ist übrigens der TV-Tower in Sapporo … weiterlesen

Volume 2: Big in Japan

I am big in Japan unterwegs für Volume 2 von Humanglobaler Zufall. Meine Japan erprobte Tante hatte schon prophezeit, dass ich mit meiner Körpergröße von 191 Zentimeter jeden und alles hier überragen werde. Seit acht Stunden bin ich nun im Lande, bisher musste ich mich tatsächlich bei jedem Gespräch bücken, kleine Kinder sind mir schon ans Bein gesprungen, freuen sich über den blonden Großen aus Deutschland.

Ich bücke mich also im Sinne der Völkerverständigung fleißig weiter und freue mich über die grandiose Gastfreundschaft, die sich bereits in ersten Geschenken niederschlägt: Ein freundlicher älterer Herr mit einem karierten Hut, den durchaus auch ältere Menschen in Deutschland zu tragen pflegen, schenkt mit während einer Bahnfahrt in die Innenstadt von Sapporo beängstigend weiche Bananenbiskuits aus Tokyo. Nicht lecker, aber rührend. Schlucken, lachen, bedanken - so macht man das.

Hier schnell noch ein paar Zeilen zur Anreise … weiterlesen