Dennis Buchmann

Blogeinträge von Dennis Buchmann

Lieber Zufall

Dieser Zufall erreichte mich neulich per Mail, danke an Julia Castagnoli!

Hallo!
Euer Magazin klingt superinteressant!
Ich habe meinen jetzigen Freund auch nur durch einen Zufall kennengelernt, er ist Isländer und hat, obwohl er sonst nie Anhalter mitnimmt, zwei Freunde von mir (aus Hamburg und Paris) in Island an der Straße aufgelesen. Im Auto stellte man fest das alle Filmemacher sind und die beiden luden ihn nach München ein, wo wir uns kennenlernten und verliebten. :-)
Ohne dieses zufällig vorbeifahrende Auto würden wir jetzt im August nicht zusammenziehen.
Liebe Grüße
Julia

Locht Aktuell

Es ist kurz nach ein Uhr nachts. Die Stimmung ist grenzwertig, Deutschland hat gegen Kroatien verloren, aber so schlecht wie wir gespielt haben: Das war doch nicht die Originalmannschaft, das waren  höchstens irgendwelche verwirrten Klone.  Die zweite Ausgabe muss morgen früh um acht im Repro-Studio sein, kein Problem, ist ja noch sieben Stunden Zeit…  Wir sind endorphinlose Bildschirm-Junkies, jedes falsche Wort kann zu einer schlimmen Schlägerei im Team führen. Ist aber bislang noch nicht passiert. Bier macht ruhig.

Nachrichten aus dem Locht

Es ist kurz vor sechs, aber das EM-Spiel Russland gegen Schweden ist zum Glück nicht sooo spannend, deshalb läuft die Leinwand nur lochtteam.jpgnebenbei. Alle arbeiten fleissig davidlocht.jpgan Volume 2 von Humanglobaler Zufall, damit zumindest Donnerstag Zeit für das Deutschland-Spiel ist. Aber wie gesagt, es geht hier nicht um Fußball sondern um den roten Faden. Und der muss Freitag in die Druckerei, ist aber so gut wie gebändigt. Es geht von Sapporo über Paris nach Sao Paulo und weiter nach Bern über Tiflis nach Shanghai. Die Strecken, die gerade gelayoutet werden, sind vom Feinsten, den Autoren, Fotografen und Bureau Borsche sei Dank!

PS: Die Chefs haben sich die Mittagspause verkniffen und sind nun Essen gegangen. Dass in dem RestaurantRussland-Schweden läuft, ist Zufall

Groesser gehts kaum: Sao Paulo

Sao Paulo ist die groesste Stadt suedlich des Aequators. Zwar gibt es hier keine Umlaute, aber so viele Autos und Busse, dass zumindest der Tourist staendig Aeh! und Oeh! denkt. Obwohl ich ja kein Tourist bin, sondern mit Fotograf Armin Smailovic fuer die zweite Ausgabe recherchiere. Ueber eine Kunsttherapeutin, die mit Fluechtlingen arbeitet. carmenklein.jpg

Morgen leg ich mich selbst auf die Couch, und schuette mein Herz auf ein Blatt Papier. Zusammen mit 139 weiteren Edel-Seiten liegt es dann am 7. Juli gebunden im Humanglobalen Zufall Vol. 2 am Kiosk.

Jedenfalls heizen die Busse durch die Strassen und roehren an den Leuten auf dem Buergersteig vorbei, dass einem die Ohren bluten. Die Abgase stinken nur temporaer, da sie sich schnell nach oben verziehen und die Dunstglocke ueber der Stadt naehren. Eine Stadt, so weit wie der saopauloklein.jpg Horizont. Der Blick von dem Copan-Hochhaus von Oscar Niemeyer (der auch die Hauptstadt Brasilia entworfen hat und Volksheld ist) zeigt Wolkenkratzer so weit das Auge reicht. 360 Grad, Wolkenkratzer und Hochhaeuser, grau und beige unter der voellig homogenen Smogwolke (in einem etwas klassischerem Grauton). Weisse Wolken waren keine zu erkennen. Hier und da ein Hubschrauber und ein paar Duesenflieger.

Aber obwohl Sao Paulo so ein Moloch ist, … weiterlesen

Akemi Doto, japanische Leihbadekappen und Spuren nach Detmold

akemi-dotoklein.jpgWir haben sie endlich getroffen: Akemi Doto, die Hauptdarstellerin der ersten Reportage der nächsten Ausgabe von Humanglobaler Zufall. Akemi hat uns in einem kleinen, niedlichen Café empfangen. Sie ist 39 Jahre alt, global unterwegs, lustig, verliebt, hübsch, freundlich und eine Kennerin der Kunstszene Sapporos. Sie führt uns durch die Stadt, auch wenn es zwischendurch immer wieder mal regnet, obwohl es hier jetzt eigentlich gar nicht regnen soll.

Fernab der Recherche passieren erstaunliche Dinge: Unser Hotel lädt zu einem kostenlosen Sauna- und Schwimmbadbesuch ein, schreibt aber das Tragen von kuschelweichen Einheitsbademänteln (geschätzte Größe S) und Einheitsbadelatschen (gefühlte Schuhgröße 36) vor. Hoch gewachsene Kontinentaleuropäer geben in diesem Outfit eine eher komische Figur ab. Davon konnte ich mich im Spiegel überzeugen. Die Krönung sollte allerdings im Schwimmbad folgen: Badekappenpflicht. Kennen Sie das Erlebnis? – Sie steigen beim Bowling in ihre Leihschuhe und merken, dass diese noch feuchtwarm vom Vorgänger sind. Ähnliches kann einem mit Badekappen auch passieren. Zumindest in Sapporo.

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Lukas: Von Tschechien und Libyen zu Herrn Bächle nach Baden-Baden

Neulich erhielt ich folgende Mail von Lukas Adda über seinen humanglobalen Zufall mit Herrn Bächle, dem Mann aus der sechsten Geschichte von Humanglobaler Zufall Vol. 1:

Ich heiße Lukas und bin gerade von meinem dreiwöchigem Trip aus Argentinien zurück gekommen. Ich hatte vor eineigen Monaten schon von der Idee des Humanglobalen Zufalls gehört, doch siehe da: Mittlerweile hat Humanglobaler Zufall hat das Licht der Welt erblickt. Und wie der Zufall nun mal auch so will hat mich neben den spannenden, unterschiedlichen Geschichten aus den unterschiedlichen Ländern, die Story über Herrn Bächle besonders überrascht. Nach dem ich meine ersten Lebensjahre in Tschechien und Libyen verbracht habe, bin ich lange Zeit in Baden-Baden aufgewachsen (das mit dem Kartons ist mir auch ein Rätsel, genauso auch das Gericht “Silz” ;)). Aber nicht nur das … ich habe, in dem von dir erwähnten Brenner’s Park-Hotel & Spa eine dreijährige Ausbildung zum
Hotelfachmann genossen. Während dieser Zeit habe ich natürlich auch Herrn Bächle kennen gelernt. Er war ein zurückhaltender, jedoch immer sehr netter Kollege. Mein Hotel-und Baden-Badenzeit ist jedoch schon sehr lange her und deshalb mich der Artikel besonders gefreut.

Um endlich zum Schluss zu kommen ;). Ein großes Lob auf die erste Ausgabe eines wirklich ausgefallenen Magazins. Der Mix aus fremden Ländern, Kulturen, Menschen und verbunden mit dem roten Faden des Zufalls ist ein sehr spannendes Konzept!!

Doppelter Humanglobaler Zufall in Costa Rica

Ich kannte Peter eigentlich nicht persönlich, sondern nur von meinem Costa-Rica.eu Portal. Er schrieb mir irgendwann mal eine E-Mail mit Anmerkungen zu einzelnen Artikeln auf meiner Costa Rica Seite. Wir schrieben ein paar mal hin und her, standen in unregelmäßigem Kontakt, bekamen es aber nie hin, uns auch mal zu treffen, obwohl ich öfter in Costa Rica Urlaub mache. Auch wussten wir nicht wie wir beide aussahen. Das lag daran, dass Peter seit mehr als 13 Jahren in Costa Rica lebt und ich in Deutschland. Als wieder einmal eine meiner Reisen nach Costa Rica bevorstand bemerkten wir beide sehr schnell, dass sich seine und meine Wege wohl nicht kreuzen würden. Er arbeitet nebenher als Reiseleiter für verschiedene Reiseanbieter. Weder sollte es zu Beginn meiner Reise klappen, ihn zu treffen noch am Ende oder gar mittendrin. Er war einfach viel zu beschäftigt mit seinen Reisegruppen und ich war ja irgendwo im ganzen Land unterwegs… … weiterlesen

Geburtstags-Party

Am Dienstag hat das Team von Humanglobaler Zufall sein Baby gefeiert. Warum der Blog dazu erst heute, zwei Tage später, online ist? Weil die Party so gut war, siehe Fotos im Making Of Album…Geburtstags-Party

Schwäbisches und Skurriles in den USA

Mit Anfang 20, also vor zwanzig Jahren, entdeckten mein damaliger Freund und ich die USA per Greyhound-Bus. Das berühmte One-Way-Ticket ermöglichte uns einen günstigen Transport von Osten nach Westen der USA in den zwar immer in total unterkühlten und nach Desinfektionsmitteln stinkenden Bussen, aber dafür kostete es nur schlappe 250 Euro. Schon der Flug von Stuttgart nach Amsterdam (von wo aus es in die USA ging), war nachhaltig. Mein Sitznachbar war von unangenehmer Natur bzw. von ausgeprägter Unruhe. Da ich selbst unter Flugangst leide war das die perfekte Kombination. Schließlich machte der junge Mann im Transferbereich in Amsterdam durch wildes Fotografieren und sein kindliches Auftreten noch auf sich aufmerksam. In NY glücklich gelandet waren diese Vorfälle allerdings schnell vergessen und die Freude darüber, meinen Liebsten wieder zu sehen und mit ihm zusammen die Staaten zu entdecken, riesig. Als wir im Bus von Flagstaff nach Grand Canyon unterwegs waren, saß hinter uns ein Pärchen, das sich auf Deutsch unterhielt, genauer gesagt auf schwäbisch. … weiterlesen

Patzer

Testleser haben ihn entdeckt: Den Fehler im ersten Heft. Eigentlich ist es mehr eine Unterschlagung denn ein Fehler. Denn wir haben vergessen, die Verbindung von der fünften zur sechsten Geschichte, von Kanada nach Baden-Baden, von Victor Salguero zu Julie Bächle-Picard zu verdeutlichen. Entschuldigung! und hier die Auflösung: Victor schrieb sich nach jahrelangem “soul-searching”, der Suche nach Fragen wie “Was bin ich?” und “Wo will ich hin?”, mit Anfang Dreißig an der McGill Universität in Montréal zu einem zweiten Studium ein, im Fach Lebensmitteltechnik. Dort wollte er auch seine kuturellen Wurzeln pflegen und engagierte sich im SALSA-Club der Uni. Und da traf er Julie Bächle-Picard, nicht zu verwechseln mit seiner heutigen Freundin, die auch Julie heißt. Mit Julie Bächle-Picard war Victor damals richtig dicke und ist es heute noch. Auf den Partys gab es damals eine feste Rollenverteilung: Victor trank Schnäpschen und Julie fuhr den Wagen. Wobei Victor Julie so gut bei Laune hielt, dass sie nicht in Gefahr geriet, einzuschlafen.