HGZ-Autor Tobias Romberg schreibt:
Hätte Global Editor Dennis Buchmann mir vor dieser Reise einen roten Faden an die Wade geknotet, dann wäre nun die Welt umgarnt. Denn für die Reportage über den sauerländischen Bauingenieur Christof auf Samoa bin ich einmal um den Globus geflogen: Frankfurt - London - Hongkong - Auckland - Königreich Tonga - SAMOA - Los Angeles - London - Frankfurt. Gut für das neu erworbene Bonusmeilenkonto, schlecht für Sitzfleisch, Geschmacksnerv und Zeitgefühl.
Der Passagier-Popo saß nämlich auf dem Hinweg rund 30 Stunden im Flugzeug, auf dem Rückweg 25. Dazu etliche Wartestunden in Wartehallen von Wartehäfen… ähh Flughäfen. Glücklich ist der, der dann im Flieger einen Gangplatz ergattert und sich die Beine vertreten kann, wann er möchte. Schlimmer ist es bei einem Platz am Fenster: Kann ich es meinen beiden Reisereihengefährten zumuten, noch einmal aufzustehen? Kann ich sie wecken, um mir mal die Beine zu vertreten? Klar, kann ich. Mama hat doch so vor Thrombose gewarnt.
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Die regelmäßigen Thrombose-Prophylaxe-Gang-Spaziergänge machen die Stimmung in der Reisereihe nicht besser. Stimmungssteigernd ist übrigens auch nicht das Flugzeugessen. Doch nach dem dritten Mahl auf dem Flug nach Hongkong schaltet der Körper irgendwann den Geschmacksnerv ab und findet sich mit dem rechteckigen Rabenfraß ab. Glücklich der, der Chips und einen 10er-Pack Bifi eingepackt hat. Stimmungsfördernd, da geruchsintensiv, ist das für die Reisereihe wiederum nicht. Ein Teufelskreis. Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass man auf solch langen Flügen Freunde gewinnen kann.
Spielt auch keine Rolle mehr, ob Freund oder Feind in der Reisereihe sitzen. Denn irgendwann interessiert den Körper nur noch eine Frage: Wie viel Uhr haben wir eigentlich? Sie schenken und klauen einem Stunden und später dann auch ganze Tage. Ich lande am 14. Oktober im neuseeländischen Auckland, fliege weiter über Tonga nach Samoa und bin dort am 13. Oktober. Just der Tag, an dem meine Mama (die mit der Thrombose-Warnung wegen der ich keine Freunde im Flugzeug gefunden habe) Geburtstag hat. Da ich ihr vor (gefühlten) 48 Stunden schon mal aus Hongkong gratuliert habe, konnte ich nun noch mal Glückwünsche aus Samoa schicken. Christof plant übrigens Minuten vor seinem nächsten Geburtstag von Samoa nach Neuseeland zu fliegen. Während er dann im Flugzeug sitzt, brummt ihm die Datumsgrenze einen Tag auf und sein Geburtstag fällt aus. Er meint, so jünger bleiben zu können. Was Christof sonst noch so meint und macht, könnt Ihr dann in Vol. 4 lesen.


Schippamoa!!
Geil!
Ich bin jespannt auf das vollständige Blättchen!!!!
Grüße aus München!
Lamfritzus Christus